Hans-Soldan-Stiftungsprofessur an der Universität zu Köln

Position mit Rechtswissenschaftler Dr. Matthias Kilian besetzt

Neben der finanziellen Unterstützung universitärer Einrichtungen und anwaltlicher Institutionen hat die Hans Soldan Stiftung 2014 mit der Einrichtung einer Stiftungsprofessur an der Universität zu Köln eine weitere Säule im Rahmen der Förderpolitik geschaffen. Die „Hans-Soldan-Stiftungsprofessur für Zivilrecht, Wirtschaftsrecht, Verfahrensrecht, Anwaltsrecht und anwaltsorientierte Juristenausbildung" unterstützt künftig aktiv den allgemeinen Stiftungszweck, die praxisorientierte Aus- und Fortbildung von Jurastudenten, Referendaren und Rechtsanwälten zu fördern, in der universitären Forschung und Lehre. Die Universität zu Köln hat die von der Hans Soldan Stiftung vergebene Stiftungsprofessur mit dem Rechtswissenschaftler Dr. Matthias Kilian besetzt. Offiziell an den Start gegangen ist die Hans-Soldan-Stiftungsprofessur mit der Überreichung der Ernennungsurkunde an Prof. Kilian am 15.7.2014.


"Die Stiftung ist davon überzeugt, dass im Rahmen eines zukunftsweisenden Förderkonzepts nicht nur Institutionen, sondern auch Wissenschaftlern Betätigungsmöglichkeiten eröffnet werden müssen, die sich mit dem Stiftungszweck identifizieren und durch ihre fachliche Ausrichtung erkennen lassen, dass sie sich in Forschung und Lehre dauerhaft mit den für die anwaltliche Berufsausübung bedeutsamen Rechtsmaterien und Schlüsselqualifikationen befassen. Der überzeugendste Ansatz für eine personenbezogene Förderung war nach Auffassung der Stiftung die Einrichtung einer Stiftungsprofessur. Durch die fachliche Ausrichtung seiner bisherigen Tätigkeit ist Matthias Kilian die ideale Besetzung für diese Professur", erklärt Sonja Schmid, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Hans Soldan Stiftung.


"Die Ausrichtung der Soldan Stiftungsprofessur auf das Zivilrecht folgt der Überlegung, dass das Zivilrecht primär die berufspraktischen Aspekte abdeckt, mit denen junge Anwälte in ihrer Berufstätigkeit täglich konfrontiert sind. Das sind Fragen der Rechtsbeziehung zu Mandanten, der Berufsorganisation, des Berufsrechts, der Vergütung und Haftung, der Beschäftigungsverhältnisse, des Wettbewerbs- oder des Zivilverfahrensrechts. Und da die juristische Fakultät der Universität zu Köln in den vergangenen 25 Jahren in Forschung und Lehre dem Stiftungsgedanken der anwaltsnahen Ausbildung in vorbildlicher Weise Rechnung getragen hat, lag es nahe, die Soldan Stiftungsprofessur an der Universität zu Köln einzurichten", erklärt Rechtsanwalt Manfred Wissmann, Vorstand der Hans Soldan Stiftung.  


Die an der Universität zu Köln neu eingerichtete Professur trägt den Namen Hans Soldans (1870-1940), der einer der engagiertesten deutschen Rechtsanwälte der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts war. Zuletzt als Rechtsanwalt am Reichsgericht in Leipzig tätig, wurde Soldan als zukunftsorientierter Vordenker des Anwaltsstands bekannt. Die Hans Soldan Stiftung geht auf den von Soldan 1908 gegründeten "Wirtschaftlichen Verband Deutscher Rechtsanwälte" zurück. Aus Anlass ihres 100jährigen Gründungsjubiläums entschied die Stiftung, eine nach Hans Soldan benannte Professur an eine deutsche Universität zu vergeben.


Der Inhaber der neuen Professur, Dr. Matthias Kilian, ist einer der profiliertesten Wissenschaftler der Gegenwart, die sich mit der Anwaltschaft und dem Anwaltsrecht befassen. In mehreren hundert Publikationen hat er sich bereits in der Vergangenheit intensiv mit dem Berufsstand der Anwälte aus rechts- und sozialwissenschaftlicher Sicht beschäftigt. Er war bislang am Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln tätig. Seit 2003 ist er Direktor des Soldan Instituts. Diese Funktion wird er auch künftig neben der Professur weiterhin ausüben.


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